Portrait von Werner Radspieler (1986-2018)

Weihbischof Werner Radspieler (Bischofsweihe 21.12.1986 - Emeritierung am 29.09.2013) unterstützte den Erzbischof bei der Sakramentenspendung. Er war ferner u.a. Bischofsvikar für Caritas und soziale Dienste in der Erzdiözese Bamberg. Als Dompropst stand er an der Spitze des Metropolitankapitels.

Werner Radspieler wurde am 13. August 1938 in Nürnberg geboren und wuchs in Eichstätt auf. Bis zum Jahr 1954 besuchte er dort Grundschule und Gymnasium. Später kehrte er mit seiner Familie wieder nach Nürnberg zurück. Nach dem Abitur 1958 nahm Radspieler in Bamberg das Theologiestudium auf und trat ins Priesterseminar ein. 1964 empfing er die Priesterweihe. Nach nur kurzer Kaplanszeit in Neustadt an der Aisch betreute Radspieler als Präfekt die Internatsschüler im Ottonianum. Von 1972 bis 1977 unterrichtete er Religion am E.T.A.-Hofmann-Gymnasium in Bamberg. Anschließend übernahm er das Referat für die Jugendseelsorge im Ordinariat und war für das Erzbischöfliche Jugendamt und die Jugendbildungs- und -freizeitstätten zuständig, darunter Burg Feuerstein.

1977 rückte Radspieler ins Domkapitel auf. Als Hauptabteilungsleiter Öffentlichkeitsarbeit begleitete er neue Entwicklungen in den Medien, wie die Entstehung von privaten Radio- und Fernsehsendern. Am 7. November 1986 erhob Papst Johannes Paul II. Werner Radspieler zum Weihbischof. Das Erzbistum musste der Weihbischof leiten, als Erzbischof Elmar Maria Kredel 1994 zurücktrat. Bis Ende Mai 1995 trug Radspieler als Diözesanadministrator die Verantwortung. Im Auftrag der Bischofskonferenz blieb er verantwortlich für Medien: als Mitglied ihrer Publizistischen Kommission (bis 1996) und als Aufsichtsrat des Weltbildverlages (1989-1993).Von Juli 2001 bis September 2002, während der Sedisvakanz zwischen den Erzbischöfen Karl Braun und Ludwig Schick übernahm Radspieler noch einmal als Diözesanadministrator die Bistumsleitung. Zu seinem 70. Geburtstag trat er dann kürzer und legte 2008 den Vorsitz des Diözesan-Caritasverbandes nieder. Radspieler wurde ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1996) und den Bayerischen Verdienstorden (2002). 2012 nahmen die Barmherzigen Brüder Radspieler zum Dank für seine stete Zuwendung zu behinderten Menschen als Ehrenmitglied in den Hospitalorden auf.

Am 29. September 2013 wurde er feierlich in seinen Ruhestand verabschiedet. Er starb am 7. März 2018 im Alter von 79 Jahren nach schwerer Krankheit in Nürnberg. 

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